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Wölfe & Wolfshunde Informationen über Wölfe und FCI-anerkannte Wolf(s)hunderassen |
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#10 |
Junior Member
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Hallöchen, der Text der unten steht ist von meiner HP. Ich hab ihn von einer Züchterin der Rasse bekommen.
Also die erste Fleur ist gestorben noch bevor sie Welpen bekam. Es wurde aber nach Fleur 2 noch eine andere Hündin eingesetzt. Viel Spaß beim lesen ![]() Gruß Nicole Die Entstehung des Saarlooswolfhundes: Nach vielen Versuchen in der Zucht und Kreutzung verschiedenster Tierarten begann Herr Saarloos in den 20er Jahren mit der Zucht eines Hundes, der gesünder als die bis dahin existierenden Hunde sein sollte. Man muß bedenken, daß in den zwanzig Jahren die Mär vom blutgierigen bösen Wolf noch als wahr galt. Somit schien der Wolf als ungezähmtes Tier mit "Urgesundheit" und Schärfe als idealer Blutauffrischer für den degenerierten Haushund. Er erwarb vom Zoo eine junge Wölfin, Fleur. Leider war das Tier nicht robuster als ein Hund und ging an einer Hundekrankheit ein. Die zweite Wölfin, Fleur 2, wurde mehrfach erfolgreich mit einem Deutschen Schäferhundrüden, Gerad van de Fransenum, verpaart. Insgesamt brachten diese Eltern 28 Halbwölfe zur Welt. Von diesen wählte Herr Saarloos nach Beratung mit einem Genetiker drei Tiere aus, um mit diesen weiter zu züchten. Es handelte sich um ein Rüden und zwei Hündinnen. 1962 wurde noch eine Wölfin in die Zucht eingebracht. Bis Ende der sechziger Jahre war Saarloos der alleinige Herr über diese neugeschaffene Rasse. Er betrieb seine Zuchtauswahl ausschließlich auf Gesundheit und Charakter. Da in den Niederlanden nur Gebrauchshunde als neue Rasse anerkannt werden, versuchte Herr Saarloos die Tiere im Schutzdienst auszubilden. Bis auf wenige Ausnahmen scheiterten diese Versuche, da das Wolfsblut mit starkem Fluchtrieb den Angriffstrieb völlig verdrängt hatte. Andererseits waren die Hunde sehr geschickt und vorsichtig, so daß die Tiere sich als Rettungshunde und Blindenführhunde eigneten. Gerade für einen Blindenführhund ist es wichtig, das er selbstständighandelt. Nach dem Tod von Herrn Saarloos folgten einige Jahre "ungelenkter Zucht", die leider Eigenschaften der Hunde verwischten. Nachdem sich die Liebhaber dieser Hunde zusammentaten und alle Hunde registrierten, wurde die Rasse 1975 vom Raad van Beheer op Kynologisch Gebied anerkannt (das niederländische Pentant zum VDH). 19ß1 folgte die Anerkennung durch die FCI. Der Saarlooswolfhund Die Hunde sind im Sozialverhalten sehr sicher und besitzen dem Menschen gegenüber keinerlei Angriffstrieb. Fremden Menschen und Situationen gegenüber sind die Tiere sehr mißtrauisch bis scheu. Iherer Familie lieben sie über alles und sie möchten immer und überall dabei sein (wirklich Überall!!). Die Tiere ertragen das Alleinsein nur sehr schlecht. Sie haben sehr starke Separationsängste, die oft eine unglaubliche Zerstörungswut heraufbeschwören. Für eine Zwingerhaltung sind sie überhaupt nicht geeignet: die Rudelbindung ist zu stark, als daß der Saarloos mehr als einige Stunden unbeschadet im Zwinger ertragen kann. Dabei ist es auf jeden Fall wichtig, den Hund von Anfang an an das Alleinsein zu gewöhnen. Wenn es für das Tier normal ist, einige Stunden alleine in der Wohnung oder im Zwinger zu verbringen, wird er das auch klaglos ertragen. Es ist wichtig dieses "Randalieren" beim plötzlichen Verlassenwerden richtig zu verstehen: Ein Hund steht in seiner geistigen Entwicklung mehr oder weniger auf der Stufe eines jungen Wolfes. Für ein Jungtier aber bedeutet das Verlasseb sein Tod und Verderben, da es sich nicht selbst versorgen kann und seinen Feinden schutzlos ausgeliefert ist. Ein Jungtier mit gesunden Instinkten wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um seiner Familie - und damit in Sicherheit - bleiben zu können. Als Familienhund ist der Saarlooswolfhund bestens geeignet. Man sollte aber bedenken, daß der Saarloos alleine schon durch seine Größe (Rüden bis 75 cm) entsprechende Kräfte entwickelt. Zusammen mit dem überschäumenden Temperament, das er seinen Freunden zeigt, ist er dann eine echte Kanone: wehe, wenn der Hund einen vor Freude oder beim Spiel anspringt - das wirft auch Männer um! Dennoch sind diese großen Hunde sehr geduldig mit kleinen Kindern. Sie lassen sich - auch wenn sie Kinder nicht gewöhnt sind - deren "Liebkosungen" gefalle, ohne auch nur einen ärgerlichen Ton von sich zu geben. Wenn es ihnen zu viel wird, gehen sie weg oder suchen Schutz bei ihren Besitzern. Wenn es darum geht, neue Menschen kennenzulernen, will der Saarloos den ersten Schritt tun! Ein sich-anbiedern des Menschen ist ihm zuwieder. Am besten ignoriet man den Hund, bis dieser es einfach nicht mehr aushält und von selbst schnuppern kommt. Trotz seiner großen Zurückhaltung ist der Saarlooswolfhund nähmlich schrecklich neugierig! Die Tiere merken auch ganz genau, ob ein Mensch sie mag oder nicht oder ob er sogar Angst vor ihnen hat. Allerdings nutzen sie die Angst eines Menschen nicht aus, um sich daran aufzubauen. Der Saarloos vermeidet kritische Situationen mit Menschen. Daher sollten Sie auch - trotz der Größe der Hunde - nicht darauf bauen, daß er Sie in brenzligen Situationen verteidigt. Der Saarloos war nie ein Schutzhund. Dafür kann man aber auch sicher sein, daß er keinen Menschen angreift. Ein Saarlooswolfhund beißt nicht, wenn er nicht ernsthaft gezwungen ist, sein Leben zu verteidigen. Auch wenn viele Leute es nicht glauben wollen oder es nicht verstehen können: Ein Saarloos ist kein Angstbeißer! Die Reaktionen auf fremde Menschen ist normalerweise diese: Ein Fremder, der in Ihre Wohnung kommt, wird aus der sicheren Entfernung verbellt (was ein Saarloos so bellen nennt). Wenn der Eindringling nicht verschwindet, zieht sich der Hund zurück. Nach einiger Zeit wird er dann aber doch vorsichtig den Fremden abschnüffeln. Auf Spaziergängen wird der Hund einen großen Bogen um Fremde machen, um ihnen dann vorsichtig hinterherzulaufen und kurz am Mantelsaum schnuppern. Mit fremden hunden vertragen sie sich sehr gut, sie sind keine Raufer und lieben es, mit allen freundlichen Hunden zu spielen. Problem kann die Haltung von mehreren erwachsenen Zuchthündinnen sein, die bereits Würfe hatten. Das "Welpen-haben-dürfen" bedeutet für die Hündinnen dieser Rasse einen großem Aufstieg in der Rangordnung; in dieser Position werden keine gleichrangigen Hündinnen mehr geduldet. Meist ist es dann unumgänglich, die Hündinnen auf dauer zu trennen. |
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