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Gesundheit & Ernährung Wie füttere ich einen Wolfshund, Informationen über Hundefutter, Impfungen und Krankheiten

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Old 30-11-2007, 15:57   #1
bierplauze
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Originally Posted by Susanne View Post
Hallo,

die Durchführung einer Denervation ist heutzutage durchaus schon gängig und weiter verbreitet. Man kann sie also auch schon in normalen Tierarztpraxen und -kliniken durchführen lassen.
Der Eingriff ist ja auch nicht soo kompliziert, schliesslich muss man nur die Gelenkkapsel öffnen, den Femur aus der Gelenkpfanne ziehen, dort dann die Knochenhaut und somit die Nerven abschaben, dann alles wieder repositionieren, die Kapsel straffen und Schicht fuer Schicht wieder alles vernähen.
Da liegt auch etwas der Hund begraben.
Lt. einem Fernsehartikel, den es zu dieser OP gibt (WDR), ist das größte Risiko, dass die Nerven wieder zusammenwachsen. Im schlimmsten Fall müßte die OP wiederholt werden. Aus diesem Grund sei es ratsam, Ärzte mit viel Erfahrung zu nehmen.
Die Bilder der OP sahen recht martialisch aus und daher ist das wohl nichts für zimperliche Ärzte.

Angesichts der Nebenwirkungen und Kosten kann ich diese Behandlung sehr empfehlen.
Evtl. ist es sinnvoll den Arzt zu fragen, wo er die OP gelernt hat und wie oft er die schon durchgeführt hat. M.W. man die "erforschte" Idee aus Aachen und wurde hier auch sehr oft durchgeführt. Selbst mein Reptilientierarzt kennt "diese OP aus Aachen"
bierplauze jest offline   Reply With Quote
Old 30-11-2007, 16:55   #2
Susanne
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Originally Posted by bierplauze View Post
Aus diesem Grund sei es ratsam, Ärzte mit viel Erfahrung zu nehmen.
Die Bilder der OP sahen recht martialisch aus und daher ist das wohl nichts für zimperliche Ärzte.

jup, da hast du natuerlich recht, aber das ist auch allgemein der Grund dafür, warum sich viele Ärzte gar nicht erst an OP's wagen, die den Bewegungsapparat, insbesondere die Knochen betreffen.

Was die Kosten angeht, wenn die dort in Achen weiterhin nur 75€ oder von mir aus auch 150€ betragen, ist das natuerlich absolut unschlagbar ! solche OP's dürften in ner Tierklinik oder -praxis wohl über 1000€ kosten.

Bist du dir sicher, dass die OP dort heute auch noch so guenstig ist, wo die Methode nicht mehr erforscht werden muss ?
Susanne jest offline   Reply With Quote
Old 30-11-2007, 17:18   #3
bierplauze
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Originally Posted by Susanne View Post
Was die Kosten angeht, wenn die dort in Achen weiterhin nur 75€ oder von mir aus auch 150€ betragen, ist das natuerlich absolut unschlagbar ! solche OP's dürften in ner Tierklinik oder -praxis wohl über 1000€ kosten.

Bist du dir sicher, dass die OP dort heute auch noch so guenstig ist, wo die Methode nicht mehr erforscht werden muss ?
Hallo Susanne,

sicher bin ich mir nicht, vor allem weil unsere OP nun 12 Jahre zurück liegt.
Aber Fragen kostet ja nicht viel: Fr. Dr. Sylvia Kinzel führt die OP immer noch durch. Ich weiß nicht, ob ich hier den Link veröffentlichen darf oder sollte wg. Werbung, aber die Suchbegriffe "Sylvia Kinzel Aachen" führen zum Ziel

Liebe Grüße

Lothar
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Old 01-12-2007, 00:49   #4
Bille
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Prof. Dr. Küpper war einige Jahre der HD Auswerter eines Eurasiervereins. Mit der Zeit waren die HD.Befunde z.T. etw. seltsam und es gab einige "interessante" Fälle. Nach langem Kampf und da er als Knochenbrecher von Aachen bekannt wurde (Tierversuche an Beagle), ihnen wurden die Knochen immer wieder gebrochen um die Heilung /- Verzögerung... zu studieren, konnte der Auswerter gewechselt werden. Das ist u.a. eine andere Seite dieses Arztes.
Der Nervenschnitt ist schon lange bekannt (und umstritten) z.B bei lahmenden Pferden.

Bille
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Old 01-12-2007, 14:05   #5
michaelundinaeichhorn
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Der Nervenschnitt ist nicht neu und nicht für alle Fälle geeignet da Hunde deren Schmerzen nicht nur von der Gelenkfläche selber her stammen dadurch keine wirkliche Verbesserung erfahren, außerdem hat sich bei den Hunden die ich gesehen habe das Laufbild nicht verbessert. Er ist keine für alle Hunde generell geeingete Methode der HD-Behandlung.

Ina
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Old 06-12-2007, 00:09   #6
Konrad
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Erfahrungen: Als meine DSH-in ein Jahr alt war musst ich leider feststellen, das sie HD hat. Ich habe dann mit der Hundeausbildung auf dem Platz aufgehoert. In der Folge habe ich immer darauf geachtet, das ihr Gewicht gut ist, das sie regelmaessig Bewegung mit nicht zu starker Belastung hat und das sie nicht auf kaltem Steinboden liegt. So haben elf sehr, sehr schoene Jahre zusammen verbracht. Ich moechte sie nicht missen. Leider war es trotzdem dann innerhalb von zwei Tagen, schlagartig so schlimm das nichts mehr ging. Ich bin dann mit ihr den schwersten Schritt meines Lebens gegangen. Ich wuerde alles wieder genauso machen.

Nun noch etwas anderes. Ich hab mal von einer Studie mit schweren Hunden (ich glaub es waren Bernhardiner) gehoert. Dort wurden unter anderem in einer Reihe Welpen so gefuettert das sie nicht mit Naehrstoffen voll sind. Ergebnis: die Welpen wachsen nicht so schnell und die HD Haeufigkeit ging rapide zurueck. Vieleicht ist unser Futter zu gut? Es gibt natuerlich noch andere Ansaetze. Was haltet ihr davon?
__________________
Von allem was ich verloren habe, vermisse ich meinen Verstand am meisten.
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Old 06-12-2007, 00:24   #7
michaelundinaeichhorn
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Originally Posted by Konrad View Post

Nun noch etwas anderes. Ich hab mal von einer Studie mit schweren Hunden (ich glaub es waren Bernhardiner) gehoert. Dort wurden unter anderem in einer Reihe Welpen so gefuettert das sie nicht mit Naehrstoffen voll sind. Ergebnis: die Welpen wachsen nicht so schnell und die HD Haeufigkeit ging rapide zurueck. Vieleicht ist unser Futter zu gut? Es gibt natuerlich noch andere Ansaetze. Was haltet ihr davon?
Das war wahrscheinlich die Studie von Dämmrich mit Deutschen Doggen. Fest steht, dass sowohl Überversorgung mit Energie wie auch zu viel Bewegung einen Einfluß haben. Die modernen Aufzuchtfutter für große Rassen sind deshalb kalorienarm. Außerdem wird eine Überversorgung mit Calcium diskutiert. Nachweisbar ist aber auch das ein erblicher Hintergrund da ist, vermutlich beeinflussen die beiden äußeren Faktoren den Ausbildungsgrad der genetisch verursachten HD. Da es aber ein polygener Erbgang mit Umweltbeeinflussung ist kann man den Prozentanteil der Vererbung nicht genau bestimmen.

Ina
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