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Old 17-05-2005, 17:09   #9
hanninadina
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Nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich weiß auch das "Mackergetue" artgerechtes und geschlechtsspezifisches Verhalten ist. Aber es war die Frage nach einem Familienhund. Und der sollte auch mal mit einem Kind gehen können, ohne dass man vordergründig damit rechnen muss, dass es Streß gibt. Es wird dabei immer die passende Situation geben, wo es unschön werden kann, was ja von einem anderen Hund ausgehen kann und dann wäre ein Kind natürlich überfordert.

Deswegen unterteile ich auch zwischen Familienhunden und Hunde, die nicht für Anfänger geeignet sind. Überzüchtung bei Labbies und Goldies hin oder her, dort wird man jedoch viele Hunde finden, bei denen das sog. artgerechte und geschlechtsspezifische Verhalten wegezüchtet oder vermindert wurde. Oder woran liegt es, wenn sich zwei unbekannte Rüden im besten Alter treffen und freundlich anwedeln, nur an der guten Sozialisierung?

Wie kommt es dann, dass Michael Daum schreibt, dass Falco eher scheu und zurückhaltend ist, obgleich er von Welpen an bei Fam. Eichhorn bis zum Alter von 15 Monaten war? Schlecht sozialisiert? Oder ist die Sozialisierung schlecht fortgeführt worden? Viele interessante Aspekte. Und ihr könnt mir glauben, es wäre mir auch lieber mein Rüde würde sich mit jedem Rüden verstehen. Allerdings ist es überwiegend gar nicht das Hundeproblem, sondern die Frauchen und Herrchen sehen in einem schlichten Dominieren mit Kopf über die Schulter des anderen Hundes legen bereits eine "Bedrohung", die sich in eine Beißerei ausweiten könnte. Es wird von den Menschen nervöses Verhalten gezeigt, was sich je nach Nähe vom Hund, auf diesen übertragen kann. Der eigene Hund wird unsicher und reagiert falsch, nämlich läßt sich nicht in Ruhe zu Ende dominieren und schon wird tatkräftig unter Körpereinsatz nachgeholfen.

Jetzt schweife ich schon fast wieder ab, aber ich meine Familienhunde sollten im Idealfall insoweit Reizarm sein. Das wird in der heutigen Gesellschaft gewünscht. Und die überwiegenden Hundehalter engagieren sich nicht so viel, wie die Mehrzahl der Forumsteilnehmer, sondern der Hund läuft nebenbei mit.

Die älteren Generationen sehen es häufig noch ganz anders und fragen sich, warum "alle Welt" so ein "Geschiss" um die Hunde macht. Muckte der Hund auf, gab es was zwischen die Hörner und ansonsten ließ man den Hund Hund sein. Heute sprießen die sog. Hundetrainer nur so aus dem Boden. Nach den Qualifikationen gefragt, gibt es große Augen und es wird auf den (leichtführigen) ausgebildeten Labbie verwiesen, der geführt wird.

Christian
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